Gründe, warum Selbstbefriedigung mit Gottes Charakter nicht vereinbar ist.

- Biblische Gründe -

Jeremy Hammond

1. „SELBST-Befriedigung“

„Ich befriedige mich selbst.“: Ich kümmere mich also um mich selbst. Somit vertraue ich nicht auf Gott. Gott stellt uns immer in jeder Lage unseres Lebens die Frage: "Vertraust du mir? Oder versuchst du es selbst hinzukriegen und für dich selbst zu sorgen?“


Wenn Druck verspürt wird und kein Sex möglich ist, stellt Gott uns die Frage, ob wir ihm jetzt vertrauen. Glauben wir, dass er weiß wie es uns gerade geht? Reden wir mit ihm darüber? Diese oft wiederkehrende Situation ist vielmehr eine Einladung dafür, uns ihm wieder hinzugeben und zu sagen "Ich kann das nicht! Ich brauche dich." Es ist auch eine Einladung, sich in Geduld und Selbstbeherrschung zu üben. Das sind schließlich Früchte des Heiligen Geistes, die nicht selber produziert werden können, sondern Gott in uns hervorbringt. Das geht nur in solchen Situationen, in denen ich diesen „Glaubensmuskel“ trainieren muss.


"Selbstbefriedigung" ist nicht mit der Bibel zu vereinbaren. Egal ob es sich um Onanieren handelt oder ob es sich auf irgendeine andere Weise ein „um sich selbst kümmern ohne Gott“ ist. Denn das ist „gottlos“. Was damit nicht gemeint ist, ist die gesunde Selbstfürsorge. Wir sind natürlich aufgerufen gesunde Grenzen zu setzen, gesund zu leben und in dieser Hinsicht (Schlaf, Schutz vor Burn-out, etc.) dafür zu sorgen, dass wir ein gutes und gesundes Leben führen können.

Ermutigt ihr euch gegenseitig, Christus nachzufolgen? Tröstet ihr euch gegenseitig in Liebe? Seid ihr im Heiligen Geist verbunden? Gibt es unter euch Barmherzigkeit und Mitgefühl?

Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in guter Gemeinschaft zusammenarbeitet, einander liebt und von ganzem Herzen zusammenhaltet.

Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst.

PHILIPPER 2,1-3

Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich immer an der Wahrheit. Die Liebe erträgt alles, verliert nie den Glauben, bewahrt stets die Hoffnung und bleibt bestehen, was auch geschieht.

1. KORINTHER 13,4-7

2. Selbstversorgertum

Selbstbefriedigung ist ein klares Angebot des Feindes unsere Macht zu nutzen, um uns selbst zu versorgen. Also auf Gott und seine Versorgung zu verzichten. Jesus in der Wüste ist ein gutes Beispiel dafür. Er hätte sich selbst Brot machen können – sich selbst versorgen können. Er tat es aber nicht, denn es wäre ohne die Autorität seines Vaters gewesen. Später heißt es, dass der Vater ihm Engel sandte und ihn versorgte.

Danach führte der Heilige Geist Jesus in die Wüste, weil er dort vom Teufel auf die Probe gestellt werden sollte. Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte keine Nahrung zu sich genommen hatte, war er sehr hungrig. Da trat der Teufel zu ihm und sagte: »Wenn du der Sohn Gottes bist, dann verwandle diese Steine in Brot.« Doch Jesus erwiderte: »Nein! Die Schrift sagt: `Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben. Er lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.´«

MATTHÄUS 4,1-11

3. Narzisstische Selbstliebe

Keine Pornografie und kein Gedankenkino und trotzdem Selbstbefriedigung? Hier steht man natürlich vor der Herausforderung - "was turnt mich den jetzt gerade an?“ Schnell muss man feststellen, dass die Selbstbefriedigung zu einer narzisstischen Selbstliebe verkommt, wobei ich meinen Körper "anbete". Ich werde von meinem eigenen Körper gefangen und herrsche nicht. Schnell wächst eine Gebundenheit an den eigenen Körper. Es entstehen Alltagssituationen, die ohne zu masturbieren nicht mehr machbar sind (Duschen ohne Selbstbefriedigung, Ausziehen ohne Selbstbefriedigung, nachts einschlafen ohne Selbstbefriedigung, alleine sein ohne Selbstbefriedigung,…)

Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.

2. MOSE 20,3

Außerdem sollst du wissen, Timotheus, dass in den letzten Tagen der Welt schwere Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden stolz und eingebildet sein, Gott verachten und ihren Eltern ungehorsam und undankbar begegnen. Nichts wird ihnen heilig sein. Sie werden lieblos sein und zur Vergebung nicht bereit; sie werden andere verleumden und keine Selbstbeherrschung kennen; sie werden grausam sein und vom Guten nichts wissen wollen. Sie werden ihre Freunde verraten, leichtsinnig handeln, sich aufspielen und ihr Vergnügen mehr lieben als Gott. Sie werden so tun, als seien sie fromm, doch die Kraft Gottes, die sie verändern könnte, werden sie ablehnen. Von solchen Leuten halte dich fern!

2. TIMOTHEUS 3,1-5

Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst.

PHILIPPER 2,3

4. Geschmack: Schmeckt es nach Leben?

Diese Frage ist entscheidend, um herauszufinden, ob etwas göttlich ist (aus Gott entspringt) oder nicht. Alles was Leben hervorbringt hat göttlichen Ursprung und ist gut. Das Gegenteil gilt für den Geschmack des Todes. Entsteht nichts, dann stirbt etwas ab. Dann hat es nichts mit Gott zu tun und kommt vom Feind. Bei Selbstbefriedigung stirbt die Beziehungsfähigkeit – und es kann kein Leben entstehen.

Es ist der Geist, der lebendig macht. Das Fleisch hat keine Macht.

JOHANNES 6,63

Und ich werde euch ein neues Herz geben und euch einen neuen Geist schenken. Ich werde das Herz aus Stein aus eurem Körper nehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben. Und ich werde euch meinen Geist geben, damit ihr nach meinem Gesetz lebt und meine Gebote bewahrt und euch danach richtet.

RÖMER 8,6-10

5. Mein Gewissen

Viele versuchen diesen Akt zu rechtfertigen. Es werden Gedankenstränge aneinandergereiht, die das Ausüben zulassen sollten. Oft wird versucht, das eigene Gewissen dadurch auszuhebeln. Doch Selbstbefriedigung hinterlässt bei vielen ein Gefühl der Leere und bei manchen ein schlechtes Gewissen. Ähnliche Diskussionen gab es auch zu Zeiten des Neuen Testaments. In einem anderen Kontext argumentiert Paulus hier, dass wir sehr wohl auf unser Gewissen hören sollten. Wenn das Gewissen mich und mein Handeln verurteilt, so ist es wie Sünde zu betrachten.

Aber wenn jemand unsicher ist, ob er etwas essen darf, und es trotzdem tut, der ist damit verurteilt. Es geschieht nicht im Glauben an Gott und was nicht im Glauben geschieht, ist Sünde.

RÖMER 14,23

6. Das Paulus Argument

In dieser Stelle geht es über das sexuelle Verhalten der Menschen in der Gemeinde in Korinth. Paulus ist ein starker Verfechter des Single-Daseins und der Vorteile, die sich daraus ergeben. Er legt dar, wie die Ungebundenheit ohne eine Familie für das Reich Gottes und das Missionarische durchaus viele Vorteile bringt. Aber wenn die Gefahr droht, dass das Verlangen zur sexuellen Unmoral treibt (Prostitution, Ehebruch, ...), dann ist seine Empfehlung und seine Überzeugung, dass die Männer heiraten sollten. Also sich binden. Diese Stelle wäre der absolut perfekte Rahmen und Zeitpunkt für Paulus, Selbstbefriedigung zu legitimieren. Warum erwähnt er Selbstbefriedigung nicht als gangbare Lösung für die Männer, um weiterhin Single für das Reich Gottes zu bleiben: Sich selbst zu befriedigen, „wenn es ihnen zu schwerfällt, ihr Verlangen zu beherrschen“. Paulus tut es aber nicht!

 Ich wünschte, jeder könnte unverheiratet leben, wie ich es tue. Aber wir sind nicht alle gleich. Gott schenkt manchen die Gabe der Ehe und anderen die Gabe, unverheiratet zu leben. Den Unverheirateten und Verwitweten sage ich aber, dass es besser ist, so wie ich unverheiratet zu bleiben. Doch wenn sie sich nicht enthalten können, sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als von unerfülltem Verlangen beherrscht zu werden.

1. KORINTHER 7,7-9

7. Mein Körper = Tempel


Paulus beschreibt im Korintherbrief, dass unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Er gehört also nicht mehr uns selber. Es ist auch der Ort, wo der Geist Gottes in uns wohnt. Wenn mein Körper – diese Beine, dieser Kopf, diese Arme, dieses Glied – Teil von einem Tempel sind, ein Ort, in dem Gott wohnt, dann kann ich mit diesem Ort (mit diesem Körper) nicht tun und lassen was ich möchte. Gott hat einen Anspruch darauf, denn er wohnt in uns und dieser Ort ist heilig. Jesus hat klar in der Tempelreinigung demonstriert, wie stark sein Eifer nach dem Tempel Gottes ist. Der Tempel war einem Ort selbstsüchtiger Motive und Geschäfte geworden und kein Ort der Begegnung mit Gott.

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, der in euch lebt und euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört nicht euch selbst, denn Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Deshalb ehrt Gott mit eurem Leib!

1. KORINTHER 6,19-20

8. Falsche Frage

Wie weit kann ich gehen ohne zu sündigen? Diese Frage steht oft hinter Diskussionen rund um Selbstbefriedigung. Diese Frage ist unvollkommen und hat als Grundlage das Austesten der Grenze von Sünde. Ähnlich wie bei den Pharisäern geht es um das äußere Verhalten und nicht um das Herz. Wenn ich Dieses oder Jenes tue, vermeide ich Sünde. Eine viel effektivere Frage für uns ist: „Wie kann ich maximal mit meinem Leben und meinem Körper Gott die Ehre geben?“

Gebe ich Gott Ehre, wenn ich mich selbst befriedige? Egal, ob das Masturbieren oder eine andere Art der Befriedigung ist.

Was immer ihr esst oder trinkt oder tut, das tut zur Ehre Gottes!

1. KORINTHER 10,31

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